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Posts tagged Fiktion
Lebenssinn, Durst und Wasser

„Durst, so zitiert Viktor Frankl gerne, ist der beste Beweis dafür, daß (sic) es so etwas gibt wie Wasser. Das Bedürfnis nach Sinn, das wir verspüren, ist der Beweis dafür, daß (sic) es »draußen« in der realen Welt so etwas gibt wie Sinn – […]“ – Franz Kreuzer in seinem Vorwort zu Frankls Buch „Die Sinnfrage in der Psychotherapie“.

Der Fakt, dass wir Durst empfinden ist ein Beweis für die Existenz von Wasser. Wenn es kein Wasser gäbe, hätten wir kein evolutionäres Grundbedürfnis nach diesem Gut. Dieselbe Logik überträgt Viktor Frankl nun auf den Sinn: Wenn es keinen Sinn gäbe, so hätten wir kein Grundbedürfnis nach dieser Idee.

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Grokking und Geschichte

Vor einigen Wochen habe ich das Konzept des Grokking entdeckt. Wer etwas grokt, hat nicht nur ein kognitives Verständnis davon. Wer etwas grokt, hat vielmehr ein Gefühl für die Sache. Eine Mutter weiß, wer ihre Kinder sind. Zusätzlich grokt sie diese Beziehung aber auch – sie fühlt die Beziehung zu ihren Kindern auf einer tiefen emotionalen Ebene.

Das wohl wichtigste Beispiel für fehlendes Grokking ist die Geschichte. In der Regel blicken wir mit denselben Augen auf die Geschichte der Menschheit mit welchen wir auch auf fiktive Geschichten blicken.

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