BAIC Motor Corporation Limited

BAIC Motor Corporation Limited

Die BAIC Motor Corporation Limited ist einer der führenden PKW-Produzenten in China. Das Unternehmen arbeitet dabei sowohl mit eigenen Marken als auch mit Joint-Venture Marken und stellt unter diesen verschiedenste Fahrzeuge in allen möglichen Preisklassen her.

Das Automobil-Geschäft des Unternehmens wird in vier Segmente aufgeteilt:

Beijing Marke, in diesem Segment verkauft das Unternehmen verschiedenste Autos unter der eigenen Marke. Aktuell hat das Unternehmen die vier Serien Senova, BJ, Wevan und New Energy Vehicle. Während es sich bei den ersten drei Serien um traditionelle Autos handelt, sind die New Energy Vehicles zum einen reine Elektro- und zum anderen Hybridautos.

Bei der Senova-Serie handelt es sich um Mittelklassewagen, die Serie BJ fokussiert sich auf Geländewagen und will in diesem Bereich die Nummer eins in China werden, die Serie Wevan fokussiert sich schließlich auf kleine Buse und andere auf Effizienz optimierte Fahrzeuge mit welchen vor allem kleine Unternehmer bedient werden.

Beijing Benz, dieses Segment besteht aus einem Tochterunternehmen des Konzernes an welchem es zu 51% beteiligt ist, wobei die anderen 49% von der Daimler AG gehalten werden. Aktuell produziert Beijing Benz, welches im Jahre 2006 anfing PKWs unter der Mercedes Benz Marke zu verkaufen und zu produzieren, vier Arten/Klassen von Mercedes-Benz Fahrzeugen.

Zu diesen vier Klassen gehören die E-Klasse, die C-Klasse, die GLC-Klasse sowie die GLA-Klasse. Bei den ersten beiden Klassen handelt es sich dabei um Limousinen und bei den anderen beiden um SUVs.

Beijing Hyundai, diese Sparte besteht ebenso aus einem Tochterunternehmen, an welchem BAIC zu 50% beteiligt ist, wobei die anderen 50%, wie der Name schon vermuten lässt, von Hyundai gehalten werden. Diese Sparte nahm im Jahr 2002 die Produktion und den Verkauf von PKWs unter der Hyundai Marke auf.

Aktuell hat der Konzern mehr als zehn Fahrzeugtypen der Hyundai Marke zu bieten, welche von verschiedensten Limousinen zu verschiedensten SUVs reichen.

Fujian Benz, dieses Segment besteht aus einem weiteren Tochterunternehmen an welchem BAIC zu 35% beteiligt ist, weitere 50% werden von Daimler gehalten und die übrigen 15% von der Fujian Motor Industry Group Co.

Das Unternehmen begann 2010 Fahrzeuge unter der Mercedes Marke zu produzieren und zu verkaufen, BAIC stieg aber erst 2016 in das Unternehmen ein, indem es 35% der Anteile kaufte. Zu dem Sortiment dieses Segments gehören dabei verschiedene Fahrzeuge der V-Klasse.

Neben dem reinen Automobilproduktionsgeschäft ist das Unternehmen auch in der Produktion von Komponenten für PKWs aktiv sowie auch dem Auto-Finanzierungs-/ Leasing-Geschäft.

Das Unternehmen produziert Motoren, Antriebsstränge sowie andere grundlegende Teile und Komponenten für PKWs. Produziert werden diese Teile in den gleichen Fabriken in welchen auch die Autos der Segmente Beijing Marke, Beijing Benz und Beijing Hyundai produziert werden. Dabei werden diese Produkte auch in den jeweiligen eigenen Autos eingesetzt, allerdings eben auch an andere Unternehmen verkauft. Wie viel Umsatz von dem Verkauf von Komponenten kommt gibt der Konzern nicht an, da diese Umsätze jeweils den Segmenten zugeschrieben werden in deren Fabriken die Komponenten hergestellt werden.

Auch ist das Unternehmen durch einige Tochterunternehmen sowie Partnerschaften mit Banken und anderen Automobilfinanzierungsunternehmen im Bereich der Automobilfinanzierung aktiv, wobei das Angebot von Leasing-Autos bis hin zu Krediten für Autos reicht. Ebenso wie im Automobilbereich sind viele der Töchter in diesem Bereich Joint Ventures so bspw. die Mercedes Benz Leasing Co., Ltd. an welcher das Unternehmen zu 35% beteiligt ist.

Auch der Umsatz dieses Bereiches wird nicht dokumentiert, wobei der Umsatz demjenigen Segment zugeschrieben wird, dessen Autos mit dem jeweiligen Produkt finanziert werden.

Da der Konzern nur an den Segmenten Beijing Marke und Beijing Benz mehrheitlich beteiligt ist, wird nur deren Umsatz in dem Geschäftsbericht des Unternehmens ausgewiesen, wobei sich über den Umsatz der anderen Segmente, aufgrund der sehr niedrigen chinesischen Anforderungen für Reporting-Transparenz, leider keine Infos finden lassen, bis auf die Anzahl der verkauften Autos nach Segmenten, die für alle vier Bereiche angegeben wurden.

Im Cashflow Statement finden sich des Weiteren Daten dazu, wie viele Dividenden alle Töchter an denen das Unternehmen zu weniger als 50 und mehr als 20% beteiligt ist einbrachten, wobei diese 2017 bei 3618 Millionen und 2016 bei 3761 Millionen RMB lagen. Da der Gewinn der beiden berichteten Segmente bei gut 11000 Millionen RMB lag, kann man also davon ausgehen, dass gut 33% der schlussendlichen Gewinne des Konzernes aus den beiden Segmenten Beijing Hyundai und Fujian Benz kommen und die restlichen 67% aus den beiden Segmenten Beijing Marke und Beijing Benz. Allerdings sind die Zahlen hier wie gesagt sehr undurchsichtig, weshalb sich keine 100% zuverlässigen Aussagen tätigen lassen.

BAIC Motor Corporation Limited

BAIC Motor Corporation Limited

Die BAIC Motor Corporation Limited ist einer der führenden PKW-Produzenten in China. Das Unternehmen arbeitet dabei sowohl mit eigenen Marken als auch mit Joint-Venture Marken und stellt unter diesen verschiedenste Fahrzeuge in allen möglichen Preisklassen her.

Das Automobil-Geschäft des Unternehmens wird in vier Segmente aufgeteilt:

Beijing Marke, in diesem Segment verkauft das Unternehmen verschiedenste Autos unter der eigenen Marke. Aktuell hat das Unternehmen die vier Serien Senova, BJ, Wevan und New Energy Vehicle. Während es sich bei den ersten drei Serien um traditionelle Autos handelt, sind die New Energy Vehicles zum einen reine Elektro- und zum anderen Hybridautos.

Bei der Senova-Serie handelt es sich um Mittelklassewagen, die Serie BJ fokussiert sich auf Geländewagen und will in diesem Bereich die Nummer eins in China werden, die Serie Wevan fokussiert sich schließlich auf kleine Buse und andere auf Effizienz optimierte Fahrzeuge mit welchen vor allem kleine Unternehmer bedient werden.

Beijing Benz, dieses Segment besteht aus einem Tochterunternehmen des Konzernes an welchem es zu 51% beteiligt ist, wobei die anderen 49% von der Daimler AG gehalten werden. Aktuell produziert Beijing Benz, welches im Jahre 2006 anfing PKWs unter der Mercedes Benz Marke zu verkaufen und zu produzieren, vier Arten/Klassen von Mercedes-Benz Fahrzeugen.

Zu diesen vier Klassen gehören die E-Klasse, die C-Klasse, die GLC-Klasse sowie die GLA-Klasse. Bei den ersten beiden Klassen handelt es sich dabei um Limousinen und bei den anderen beiden um SUVs.

Beijing Hyundai, diese Sparte besteht ebenso aus einem Tochterunternehmen, an welchem BAIC zu 50% beteiligt ist, wobei die anderen 50%, wie der Name schon vermuten lässt, von Hyundai gehalten werden. Diese Sparte nahm im Jahr 2002 die Produktion und den Verkauf von PKWs unter der Hyundai Marke auf.

Aktuell hat der Konzern mehr als zehn Fahrzeugtypen der Hyundai Marke zu bieten, welche von verschiedensten Limousinen zu verschiedensten SUVs reichen.

Fujian Benz, dieses Segment besteht aus einem weiteren Tochterunternehmen an welchem BAIC zu 35% beteiligt ist, weitere 50% werden von Daimler gehalten und die übrigen 15% von der Fujian Motor Industry Group Co.

Das Unternehmen begann 2010 Fahrzeuge unter der Mercedes Marke zu produzieren und zu verkaufen, BAIC stieg aber erst 2016 in das Unternehmen ein, indem es 35% der Anteile kaufte. Zu dem Sortiment dieses Segments gehören dabei verschiedene Fahrzeuge der V-Klasse.

Neben dem reinen Automobilproduktionsgeschäft ist das Unternehmen auch in der Produktion von Komponenten für PKWs aktiv sowie auch dem Auto-Finanzierungs-/ Leasing-Geschäft.

Das Unternehmen produziert Motoren, Antriebsstränge sowie andere grundlegende Teile und Komponenten für PKWs. Produziert werden diese Teile in den gleichen Fabriken in welchen auch die Autos der Segmente Beijing Marke, Beijing Benz und Beijing Hyundai produziert werden. Dabei werden diese Produkte auch in den jeweiligen eigenen Autos eingesetzt, allerdings eben auch an andere Unternehmen verkauft. Wie viel Umsatz von dem Verkauf von Komponenten kommt gibt der Konzern nicht an, da diese Umsätze jeweils den Segmenten zugeschrieben werden in deren Fabriken die Komponenten hergestellt werden.

Auch ist das Unternehmen durch einige Tochterunternehmen sowie Partnerschaften mit Banken und anderen Automobilfinanzierungsunternehmen im Bereich der Automobilfinanzierung aktiv, wobei das Angebot von Leasing-Autos bis hin zu Krediten für Autos reicht. Ebenso wie im Automobilbereich sind viele der Töchter in diesem Bereich Joint Ventures so bspw. die Mercedes Benz Leasing Co., Ltd. an welcher das Unternehmen zu 35% beteiligt ist.

Auch der Umsatz dieses Bereiches wird nicht dokumentiert, wobei der Umsatz demjenigen Segment zugeschrieben wird, dessen Autos mit dem jeweiligen Produkt finanziert werden.

Da der Konzern nur an den Segmenten Beijing Marke und Beijing Benz mehrheitlich beteiligt ist, wird nur deren Umsatz in dem Geschäftsbericht des Unternehmens ausgewiesen, wobei sich über den Umsatz der anderen Segmente, aufgrund der sehr niedrigen chinesischen Anforderungen für Reporting-Transparenz, leider keine Infos finden lassen, bis auf die Anzahl der verkauften Autos nach Segmenten, die für alle vier Bereiche angegeben wurden.

Im Cashflow Statement finden sich des Weiteren Daten dazu, wie viele Dividenden alle Töchter an denen das Unternehmen zu weniger als 50 und mehr als 20% beteiligt ist einbrachten, wobei diese 2017 bei 3618 Millionen und 2016 bei 3761 Millionen RMB lagen. Da der Gewinn der beiden berichteten Segmente bei gut 11000 Millionen RMB lag, kann man also davon ausgehen, dass gut 33% der schlussendlichen Gewinne des Konzernes aus den beiden Segmenten Beijing Hyundai und Fujian Benz kommen und die restlichen 67% aus den beiden Segmenten Beijing Marke und Beijing Benz. Allerdings sind die Zahlen hier wie gesagt sehr undurchsichtig, weshalb sich keine 100% zuverlässigen Aussagen tätigen lassen.

Fazit - A12GNY

Fazit - A12GNY

1958 kam das erste Auto der BAIC Group im damals noch wahrhaft kommunistischen China auf den „Markt“ oder besser gesagt den Plan. 1983 begann dann schließlich mit der Partnerschaft mit den amerikanischen Unternehmen American Motors Corporation und der Jeep Corporation das wirkliche Wachstum der BAIC Group, welche mehr und mehr von der Marktöffnung Chinas profitierte.

2002 und 2003 folgten mit den Partnerschaften mit Hyundai und Daimler die wohl wichtigsten Schritte in der Unternehmensgeschichte die das Unternehmen bis heute tragen. Während sich die BAIC Group in den nächsten Jahren in immer mehr Bereiche diversifizierte, und sich bis heute in staatlicher Kontrolle befindet, wurde das Automobilgeschäft 2010 in das Tochterunternehmen BAIC Motor ausgelagert, welches 2014 an die Börse ging und heute noch mit gut 45% von der BAIC Group kontrolliert wird.

Mit Blick auf die Wachstumsraten des Unternehmens hat sich diese zumindest teilweise Privatisierung von BAIC Motor mehr als ausgezahlt. So erwirtschafteten die gut 22,844 Mitarbeiter des Unternehmens im letzten Jahr einen Umsatz von mehr als 134 Milliarden Yuan bzw. gut 19.5 Milliarden US-Dollar, was das Unternehmen zu einem der führenden Automobilhersteller in China macht.

Das sagt zwar noch nichts über das Wachstum aus, weiß man aber, dass das Unternehmen 2013 Umsätze von 12.8 Milliarden Yuan bzw. 1.86 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete, wird einem klar von welchen Wachstumsraten wir reden.

So lag das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum der letzten 5 Jahre bei fast 111%, die Tendenz ist dabei zwar stark steigend doch das aktuelle Umsatzwachstum ist immer noch solide zweistellig mit 15.5% im letzten Jahr.

Während es heute nicht viele Automobilkonzerne mit derartigen Wachstumszahlen gibt, so sind die anderen Faktoren des Unternehmens wohl noch erstaunlicher.

So zeichnet sich die Automobilindustrie durch enorm schlechte Margen aus, tatsächlich arbeiten nur wenige Konzerne kapitalkostendeckend. BAIC ist hier mit soliden 7% Gesamtkapitalrentabilität einer der Vorreiter, wenn diese Kennzahl auch im außerindustriellen Vergleich nicht großartig ist, stellt sie doch einen soliden Wert dar.

Auch aus Sicht der Effizienz sowie der Marktstellung ist das Unternehmen gut aufgestellt, was man an der soliden operativen Marge von mehr als 13% erkennt.

Vor dem Hintergrund halte ich das Pay-Out-Ratio für völlig in Ordnung und vernünftig, da das Unternehmen sein Geld ja selbst zu Genüge und auch rentabel investieren kann. Die Ausschüttungspolitik des Unternehmens halte ich grundsätzlich für außerordentlich vernünftig, so hält der Konzern das Pay-Out Ratio im Grunde seit 2014 sehr konstant zwischen 30 und 40%, fällt also der Gewinn fällt auch die Dividende und vice versa.

Eine Praktik die sich viele westliche Konzerne einmal abschauen könnten, die ihre Dividende stur in Unabhängigkeit vom Geschäftsverlauf zahlen. Dies wird von Aktionären zwar oft gelobt, ist aber aus langfristiger Sicht und aus der Perspektive des Unternehmens nicht vernünftig!

Finanziell steht das Unternehmen ebenfalls solide da, wobei es zusätzlich zu einer ordentlichen finanziellen Aufstellung, zu erkennen am Interest Coverage sowie der Eigenkapitalquote, ja noch enorm starke Aktionäre mit Daimler, dem Stahlriesen Shougang sowie der BAIC Group und damit dem chinesischen Staat hat.

Missfallen tut mir allerdings vor allem die ausschließliche Fokussierung auf China, welche in allen Segmenten bis auf das Geschäft mit der eigenen Marke, auch in Zukunft ein begrenzender Faktor sein wird, da sich die Joint Ventures mit Daimler und Hyundai ja nur auf China und keine anderen Regionen beziehen.

Grundsätzlich sehe ich die Aussichten von BAIC Motor aber positiv und denke auch, dass das solide Wachstum, vor allem mit Blick auf die Entwicklung der chinesischen Mittel- und Oberschicht, noch einige Jahre anhalten wird.

Einen ganz klaren Abzug bekommt das Unternehmen von mir aber aufgrund einer Intransparenz, der alle chinesischen Konzerne in gewisser Weise unterfallen, wenn es auch bei BAIC nicht so ausgeprägt ist, da der Konzern in Hong Kong notiert und damit grundsätzlich einer soliden Rechnungslegungsprüfung unterliegt. Klar muss auch sein, dass die immer noch bestehende staatliche Kontrolle von gut 45% ein immerwährendes Risiko darstellt, wenn ich dieses auch aktuell als nicht zu dramatisch ansehe.

Alles in allem halte ich die Preissetzung mit einem GKV von 5.6% dennoch für recht attraktiv und halte das Unternehmen auf den ersten Blick für etwas unter dem Wert notierend, aus welchem Grund ich eine genauere Analyse in näherer Zukunft durchaus in Betracht ziehe.

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